Buchcover Morgenstern
Berlin 2014
Klappenbroschur
104 Seiten
mit einem Geleitwort von Johannes Lenz
ISBN 978-3-942754-16-3
9,80

Manfred Kannenberg-Rentschler

Christian Morgensterns Weg der Verwandlung des Politischen

Dieses Büchlein offenbart einen Morgenstern, der sich zeitlebens leidenschaftlich um das öffentliche Wohl und Wehe kümmert. Und obwohl er, bedingt durch seine lebenslange, damals unheilbare Lungenkrankheit, niemals ein politisches Amt oder Mandat bekleidete, denkt er das Politische der Zukunft, als unser sozial gerichtetes Wollen, ganz neu. So bringt er die verfasste Autonomie des geistigen und kulturellen Lebens unseres Gemeinwesens als ein Fundament künftiger Gesellschaftsordnung mit auf den Weg. Als er am Vorabend der Weltkriegskatastrophe stirbt, ist er durch seine große Nähe zu Margareta Morgenstern und Michael Bauer bereits Teil der aufkommenden Bewegung für die Entstaatlichung des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens Mitteleuropas. Der Autor dieser Schrift findet in zahlreichen Briefen, Tagebucheintragungen, Epigrammen, kritischen Schriften und Zeitschriftenbeiträgen die Belege für Christian Morgensterns geistige Kraft zur Verwandlung des Politischen.

«Man wirft dem Schriftsteller wieder einmal vor, dass er sich zu wenig mit Politik beschäftigt. Er soll Partei nehmen und wer da nicht wählt, wird leicht Verräter gescholten. Aber wie? Wählt er wirklich nicht, ergreift er wirklich keine Partei? Bilden die Stillen im Lande keine Partei, und ist es ihre Schuld, dass die höchsten Geister, die sie als Führer verehren und wählen, in Land- und Reichstage sich nicht einordnen lassen, weil sie im Parlament der Menschheit sitzen?»    Christian Morgenstern

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