Buchcover Neoliberalismus
Berlin 2016
1. Auflage
Klappenbroschur
258 Seiten
Gesammelte Aufsätze, inkl. Zitat-Sammlung zum „Sozialen Hauptgesetz“.
Mit einem Geleitwort von Udo Herrmannstorfer.
ISBN 978-3-942754-33-0
16,80

Thomas Brunner

Der Neoliberalismus und die Bewusstseinsseele

Beiträge zur anthroposophischen Sozialwissenschaft

mit einem Geleitwort von Udo Herrmannstorfer

Die Buchvorstellung vom 26. März 2017 auf der Leipziger Buchmesse,
kann man hier nachhören (30 min):

https://www.voicerepublic.de/talks/der-neoliberalismus-und-die-bewusstseinsseele

In den „Spielräumen“ der neoliberalen Weltwirtschaftsordnung hat sich in den letzten Jahrzehnten eine ungeheure Kluft zwischen den Erfordernissen der Real-Wirtschaft und den Machenschaften eines entkoppelten Finanzsektors aufgetan, die eine zunehmende soziale Schieflage erzeugt.

Thomas Brunner zeigt in seinen Aufsätzen aus verschiedenen Perspektiven auf, wie diese dramatische Tendenz des „Internetzeitalters“ durch landläuge Vorstellungen einer staatlichen Regulierung immer weniger gezügelt werden kann, sondern in gewisser Weise durch solche Vorstellungen geradezu forciert wird. Stattdessen ortet er das Kernproblem im Zusammenwachsen von staatlicher Macht mit ökonomischen Interessen und plädiert für eine Neubestimmung der gesellschaftlichen Verantwortungssphären, wie sie bereits von Rudolf Steiner in seiner Konzeption einer Sozialen Dreigliederung veranlagt wurde.

Dabei kommt insbesondere der Freiheit der Kultur- und Bildungssphäre als zivilgesellschaftlichem Besinnungsraum eine Schlüsselrolle zu. Dass dies eine notwendige Überwindung liebgewordener ideeller, rechtlicher sowie wirtschaftlicher Annahmen, Vorrechte und Besitzstände mit sich bringt, macht die Brisanz der hier versammelten Texte aus.

 

Inhalt:

I. Der Neoliberalismus und die Bewusstseinsseele
Eine geisteswissenschaftliche Betrachtung
a. Die Widersprüchlichkeit des Neoliberalismus
b. Die Partikularisierung des sozialen Lebens
c. Der moderne Intellektualismus und das Erkenntnisvermögen des Menschen

II. Ursachen und Wege aus einer zunehmend
paralysierten Gesellschaft
Oder warum Forderungen an die Politik
das Wesentliche nicht leisten können

III. Vom ethischen Investment zum
ethischen Individualismus

IV. Das Internet als Prüfstein der Ich-Entwicklung

V. Zum Verhältnis von Anthroposophie und
akademischer Wissenschaft
Ein Plädoyer für die Überwindung einer
unsachgemäßen Gegenüberstellung

VI. Erkenntnistheoretische Notizen
zur sozialen Frage der Gegenwart
Das bedingungslose Grundeinkommen als abstrakter
Schwellenbegriff einer neuen menschlichen Sozialkultur


Anhang:

Zitat-Sammlung
aus dem Werk Rudolf Steiners
zum sogenannten „Sozialen Hauptgesetz“

Nachwort: Sozialwissenschaft im Geiste
der Bewusstseinsseele


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